CDU Trier-Stadt

Ehranger Krankenhaus erhalten!

Es gab die Landeszusage, dass das durch die Flutkatastrophe massiv beschädigte Ehranger Krankenhaus wieder in Betrieb gehen soll. Fördergelder sind bereitgestellt. Nun soll das Haus mit 120jähriger Geschichte und großem Einzugsgebiet doch nicht wieder aufgebaut werden. Die Schäden seien zu groß und eine Sanierung viel teurer als ein Ausbau der beiden anderen Standorte, so das Mutterhaus. Auf diese Entscheidung reagierten nicht nur viele Ehranger enttäuscht, auch im Umland regt sich Widerstand.

Der Ortsbeirat Ehrang/Quint hat eine Resolution auf den Weg gebracht, in der er das Klinikum auffordert, diesen Beschluss zurückzunehmen und alle politischen Beteiligten bittet, ihm zu widersprechen. Unsere Fraktion unterstützt diese Stellungnahme und wir werden dies auch im Stadtrat thematisieren.
Vor allem ist die Entscheidung betriebswirtschaftlich zu hinterfragen. Bisher konnten Kostenhöhe und Reparaturdauer nur vage abgeschätzt werden und Anträge auf Unterstützung wurden noch keine gestellt. Der Ortsbeirat hat den Eindruck, dass der Umzug der Ehranger Fachabteilungen für eine Reduzierung der Bettenkapazität, des dafür eingesetzten Personals und der dafür notwendigen Infrastruktur genutzt werden soll. Er betont, dass die Bundesfluthilfe nur für den Wiederaufbau zerstörter Infrastruktur verwendet werden darf.

Berücksichtigt werden muss auch, dass bei einem Katastrophenfall in der Innenstadt nur das Ehranger Krankenhaus weiterhin die medizinische Versorgung gewährleisten kann. Zudem würde sich die Anfahrtszeit für Krankentransporte von der westlichen Moselseite um mindestens 15 Minuten verlängern. Also: Ohne unser Krankenhaus geht es nicht!