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Hurra die Schule beginnt…

26. August 2020

Foto: Hurra die Schule beginnt….

Nachdem die Schule durch die Corona-Pandemie über Monate geprägt wurde, startete sie nach den Sommerferien in den Regelbetrieb. Die rund 20.000 Schülerinnen und Schüler, Lehrerinnen und Lehrer sowie die Eltern hoffen auf einen möglichst normalisierten Schulalltag, trotz weiterhin bestehender Corona-Gefahr. Klar ist: nichts wird so sein wie vor Beginn der Pandemie.  Nach nur zwei Tagen ist die anfängliche Euphorie „endlich wieder Schule“ getrübt. Aus Rückmeldungen der Betroffenen geht hervor, dass Verunsicherung und Unbehagen besteht. Die Organisation eines Regelbetriebes stellt Schulleitungen, Lehrer-/ Schülerschaft, Eltern sowie den kommunalen Schulträger vor besondere Herausforderungen, gilt es doch das Infektionsrisiko bei einem regulären Präsenzunterricht bestmöglich zu reduzieren. Aber wie kann, so die Bildungsministerin von RLP, Stefanie Hubig, „möglichst viel Schule in der Schule“ stattfinden? Den Schulleitungen wurde ein Hygieneplan vorgelegt, deren Umsetzung in ihrer Verantwortlichkeit liegt. Warum schafft es das zuständige Ministerium jedoch nicht, den Schulen einheitlich verbindliche Vorgaben vorzulegen? Für die kommende Sitzung des Schulträgerausschusses haben wir daher eine umfangreiche Anfrage gestellt, denn die Gesundheit der Schüler- und Lehrerschaft muss an erster Stelle stehen. Wie gestaltet sich also bspw. die Bedarfsdeckung an Hygiene- und Desinfektionsmittel, die Durchsetzung des Abstandsgebot oder ein Notfallprogramm bei erneuter Schließung. Wichtig ist zudem die Frage, wer für diese unbestritten notwendigen Kosten aufkommt. Hier ist an erster Stelle das Land in der Verantwortung. „Hurra die Schule läuft“ sollte am Ende des Schuljahres eine wichtige Bilanz sein.

Dr. Elisabeth Tressel

Schulpolitische Sprecherin 

 

Unsere Fragen im Wortlaut:

  • Steht das Schulamt der Stadt den Schulen bei der Erstellung der Hygienekonzepte beratend zur Seite?
  • Gibt es seitens des Schulamtes einen Leitfaden für die Schulleitungen mit Mindestanforderungen für die Umsetzung und Einhaltung von Hygiene- und Desinfektionsvorschriften?
  • Wie wird der Bedarf an Seife, Desinfektionsmitteln und möglicherweise auch Handschuhen in Schulen ermittelt
  • Gibt es für alle Schulen eine zentrale Beschaffung für die Hygiene- und Desinfektionsmittel und wer kommt für die Kosten auf?
  • Wie ist die Maskenpflicht (Mund- und Nasenbedeckung) im Schulalltag geregelt?
    • gibt es unterschiedliche Vorgehensweisen innerhalb der Schullandschaft (Grundschule / weiterführende Schulen in der Stadt Trier
    • auf dem Schulhof
    • in den Fluren im Schulgebäude
    • in den Klassenräumen

 

  • Wie wird das Abstandsgebot an den Schulen umgesetzt?
    • in den Klassenräumen
    • auf dem Schulgelände
    • in den Fluren im Schulgebäude

 

  • Werden ausreichend Desinfektionsmittel über Desinfektionsspender bereitgestellt?
    • in den Toiletten (incl. Flüssigseifenspender, Einmalhandtücher)
    • im Klassenraum
    • vor dem Schulgebäude

• Ist die Unterrichtsversorgung durch das Lehrpersonal gewährleistet (Stichwort: Risikogruppe)?

• Gibt es an den Schulen Notfallpläne, falls ein Ausbruch des Virus in einer Klasse oder mehreren Klassen auftritt und daraus eine temporäre Schulschließung zwingend notwendig wird?

  • Gibt es einen Bedarf an zusätzlichen Klassenräumen um große Klassen in Parallelgruppen aufteilen zu können?
    • Welche Schulen sind hiervon möglicherweise betroffen?
    • Gibt es Pläne für mögliche Ausweichräume?

• Wird die Mittagsverpflegung an Schulen getrennt nach festen Gruppen organisiert?

• Für einige GS gibt es eine Schülerbeförderung – wie wird darauf geachtet, dass die Mund-Nasen-Bedeckung eingehalten wird?

  • • Wurden Lehrerinnen und Lehrer sowie das weitere Personal an Schulen vor Beginn der Wiedereröffnung getestet?
    • Wenn ja, wurden diese Tests vom Land oder von der Kommune finanziert?
    • Wenn nein, ist vorgesehen, dass Tests in den ersten Wochen nach Schulbeginn kostenfrei angeboten werden?

• Wurden seitens der Schulen feste Gruppen von Lehrkräften sowie anderem pädagogischen Personal gebildet? Werden diese Lehrkräfte eventuell festgelegten Klassenverbänden zugeteilt?

  • • Wie wird die Pausenzeit geregelt, so dass die bestmöglichen Abstandsgebote eingehalten werden?
    • Sind versetzte Pausenzeiten vorgesehen?
    • Ist vorgesehen, den einzelnen Klassengruppen feste Pausenbereiche auf den Schulhöfen zuzuweisen?

• Gibt es einen konkreten Lüftungsplan für das Schulgebäude und insbesondere die Klassenräume?

  • · Wurde in diesem Zusammenhang ins Auge gefasst, die Unterrichtszeit von 45 Minuten eventuell  zu verkürzen um in den Klassenräumen eine Stoß- und Querlüftung durchführen zu können?

• Wie wird gewährleistet, dass im Falle eines Infektionsfalles die Infektionskette nachvollzogen werden kann?

  • Ist die Dokumentation der Klassenverbände einschließlich der Lehrerschaft in den jeweiligen Gruppen vorgesehen?

• In welchem Rhythmus erfolgt die Gesamtreinigung der Schulgebäude, unter Einhaltung der strengeren Vorgaben des Infektionsschutzgesetzes?

• Wurde die Schulelternschaft über den Hygieneplan informiert oder gar in die Planung miteinbezogen?

• Gibt es an den Schulen jeweils einen Hygienebeauftragten / eine Hygienebeauftragte, der / die als Ansprechpartner / Ansprechpartnerin für die gesamte Schule zuständig ist?

• Gibt es eine Empfehlung an die Lehrerschaft seitens der Schulleitung zur Einrichtung und Nutzung der Corona-Warn-App?

  • Die Finanzierung all dieser Maßnahmen werden den Rahmen der üblichen Kosten für Schulreinigungen deutlich übersteigen.
    • Hat das Schulamt dafür einen sog. „Hygiene-Finanztopf“ eingerichtet?
    • Wer muss für die Mehrkosten aufkommen?
    • Wird die Stadt einen Antrag zur Übernahme der Kosten an das Schulministerium stellen?

 



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