CDU Trier









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Ist der Begriff „Mohr“ rassistisch?

Bericht der CDU-Fraktion in der Rathauszeitung

17. August 2020 - 17. August 2021

Ist der Begriff „Mohr“ rassistisch?

Am 9. Juli wurde mit den Stimmen der Grünen, SPD und Linken im Stadtrat beschlossen, die Hindenburgstraße umzubenennen. Gleichzeitig beschloss man, einen Kriterienkatalog zu erarbeiten, anhand dessen die Trierer Straßennamen auf eine mögliche „Belastung“ untersucht werden sollen. „Wo anfangen, wo aufhören?“ fragten wir, als wir Umbenennungen von Straßen oder Plätzen in Trier ablehnten. Mit einer Einschränkung: wenn es unerwartete neue Erkenntnisse zu einer Person geben würde, die es moralisch unverantwortlich erscheinen ließe, den Namen beizubehalten. In Berlin tobt seit Jahren ein Kampf um die Umbenennung der „Mohrenstraße.“ Mohr ist eine historische Bezeichnung für einen Menschen mit dunkler Hautfarbe. Ist dieser Name diskriminierend und rassistisch? Nun, er ist nicht mehr im aktiven Sprachgebrauch, sein Ursprung war zur Zeit des Kolonialismus. Wir finden: lasst uns den Ursprung der Straßennamen wie „Mohrs Gässchen“ oder des „Café Mohrenkopf“ auf erläuternden Schildern erklären. Denn „die Straßennamen einer Stadt dokumentieren die Denkweisen der jeweiligen Epoche“ (Götz Aly). Immanuel Kant (18 Jhd.) wirft man Rassismus vor. Nach der heutigen Definition von Rassismus stimmt dies. Aber soll man Kant, der auch eine Ethik der Freiheit und Gleichheit der Menschen verfasst hat, nun vom Sockel stürzen? Die Kantstraße in Zewen umbenennen? Wir finden: Nein! Klärt auf! Denn auf der Kombination von Unwissenheit und behaupteter moralischer Überlegenheit lag noch nie ein großer Segen!

Jutta Albrecht



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